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Old Nov 20, 2007, 7:59pm   #11
pokersteuer33
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pokersteuer33 is on a distinguished road
Default anfrage Finanzamt

eine Anfrage beim Finanzamt ist wenig sinnvoll, weil die die akltuelle Rechtslage wiedergeben werden und antworten, dass Gewinne aus Glücksspielen nicht steuerbar sind.
Nicht steuerbar bedeutet, dass sie in der Steuererklärung nicht anzugegeben und daher die Finanzverwaltung regelmäßig davon nichts erfährt.
Wenn jedoch aus irgendeinem Grund der Finanzbeamte von den Spielgewinnen erfährt und (!!!) der Meinung ist , dass diese Gewinne doch steuerbar sind , weil sie nicht unter Glücksspiel zu summieren sind, hat er die Möglichkeit, diese Gewinne als Einkünfte aus Gewerbebetrieb der Besteuerung zu unterwerfen.
Es folgt dann Einspruch gegen den Bescheid (weil die Einkünfte nicht steuerbar sind) und Ablehnung des Einspruch(weil die Gewinne keine Glücksspielgewinne sind) und Klage beim Finanzgericht und ggfs. endgültige Entscheidung des BFH. Diese Entscheidung ist dann auch für alle noch "offenen" Steuerbescheide anwendbar.
Es ist also nicht so, dass die Nichtsteuerbarkeit auf ewig zementiert ist und es bedarf auch nicht einer Änderung des Gesetzes.
Bei der "Masse" der gewinnenden Pokerspieler dürfte diese Frage bald bis zum BFH getragen werden.Sollt der BFH der Argumentation des Finanzgerichts im Roulette-Urteil folgen , dass Pokerspielen kein Glücksspiel ist, weil gut ausgebildete Spieler auf Dauer Gewinne erzielen, ist ab dann Erklärungspflicht der EInkünfte gegeben,weil sie dann steuerbar und steuerpflichtig sind.
Ob diese Betätigung strafbar ist oder nicht, interessiert die Steuer nicht. Steuerhinterziehung liegt nicht vor, da erst ab Urteil des Finanzgericht bzw. BFH die Besteuerung greifen kann und dann für alle noch "offenen" Steuerjahre angewandt werden kann (!!! )
Bis die Finanzverwaltung in gänze von diesem Urteil erfährt , wird wieder eine geraume Zeit vergehen.Bestandskärftige Bescheide (1 Monat nach Zugang des Bescheides) können nicht geändert werde. Also die Nichtsteuerbarkeit solange geniessen, bis kein gegenteiliges Urteil vorliegt und seine Steuererklärung wegen der Bestandskraft möglichst frühzeitig abgeben.
Übrigens war die Prostitution schon steuerpflichtig bevor sie strafrechtlich legalisiert wurde.
Verluste aus Poker werden dann nur verrechnet werden können, wenn auf Dauer gesehen (5 Jahre) mit einem Gewinn gerechnet werden kann. Ansonsten : steuerlich "Liebhaberei" und keine Verrechnung.
Dieter

Last edited by pokersteuer33; Nov 21, 2007 at 12:13pm.
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