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Old Oct 17, 2006, 7:19am   #1
Rattibor
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Rattibor
Default Heise - Das Glücksspielmonopol

Na dann können wir uns ja auf heiße Zeiten freuen, nur weis ich nicht, ob der Bericht jetzt positiv oder negativ für's online pokern ist ?

Cheers

Tom



Glücksspielmonopol

Länder rücken von Werbeverbot für Soziallotterien ab

Quelle: Heise Online - Maximilian Steinbeis

Die Länder wollen den Kampf um ihr Glücksspielmonopol nicht aufgeben: Bei ihrer bevorstehenden Konferenz im niedersächsischen Bad Pyrmont werden die Ministerpräsidenten die Weichen für ein weitreichendes Verbot privater Spielevermittler stellen. Allenfalls punktuell zeichnen sich Lockerungen ab.



BERLIN. In Unionskreisen hieß es am Montag, so werde voraussichtlich klar gestellt, dass Soziallotterien wie „Aktion Mensch“ davon nicht erfasst sein werden. Im Lottobereich werde die Regulierung generell möglicherweise nicht so streng ausfallen wie zunächst beabsichtigt.
Bis Ende des Jahres wollen die Länder einen neuen Staatsvertrag abschließen, der den Rechtsrahmen für das Glücksspiel insgesamt auf eine neue Grundlage stellen soll. Bayern und NRW haben dafür einen Entwurf ausgearbeitet. Dieser sieht vor, auch die Vermittlung von Glücksspielen aller Art ohne behördliche Erlaubnis zu verbieten. Im Internet dürften Glücksspiele künftig weder veranstaltet noch vermittelt werden. Fernsehwerbung für Glücksspiele soll es nicht mehr geben.
Auslöser der Reform war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das im März das staatliche Monopol auf Sportwetten für verfassungswidrig erklärt hatte: Der Staat, so die Verfassungshüter, dürfe nicht private Glücksspiele wegen der Suchtgefahr verbieten und gleichzeitig aggressiv für das eigene Glücksspielangebot Werbung betreiben. Den Ländern hatte das Gericht bis Ende 2007 Zeit gegeben, diesen Zustand abzustellen und entweder die Werbung für Oddset-Sportwetten einzustellen oder den Sportwetten-Markt für private Konkurrenten freizugeben.
Für die Länder geht es um viel Geld: Das Glücksspielmonopol spült jährlich Milliarden in die Länderkassen. Vor allem im Sportwettbereich sprudelt diese Einnahmequelle aber wegen der Konkurrenz durch private Wettbüros, die Spiele ins Ausland vermitteln, immer spärlicher. Seit dem Urteil des Verfassungsgerichts werden diese Wettbüros in großer Zahl dicht gemacht – Argument: Das Wettmonopol sei im Prinzip bestätigt worden, man dürfe nur keine Werbung mehr dafür betreiben. Ende September hatten die Länder dabei einen juristischen Zwischensieg errungen: Der Versuch eines privaten Wettvermittlers, die Schließungswelle durch einstweilige Anordnung des Verfassungsgerichts zu stoppen, scheiterte.
Unter Druck steht das Spielmonopol der Länder auch aus Brüssel: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte schon 2003 das italienischen Sportwettenmonopol gekippt – und zwar ohne Übergangsfrist. Die EU-Kommission hat gegen Deutschland und eine Reihe weiterer Mitgliedsstaaten aus diesem Grund ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet.
Eine wachsende Minderheit unter den Ländern sympathisiert allerdings mit einem anderen Weg, die Verfassungsprobleme zu beseitigen: Statt eines staatlich monopolisierten, aber bei der Werbung stark eingeschränkten Angebots könnte man auch private Anbieter zulassen – und die staatlichen Einnahmen durch entsprechende Abgaben sichern. Vor allem die Regierungschefs von Rheinland-Pfalz und Schlewsig-Holstein, Kurt Beck (SPD) und Peter-Harry Carstensen (CDU), sympathisierten mit diesem Ansatz. Selbst in Bayern, dem bislang am stärksten für das Monopol engagierten Land, sieht die CSU-Landtagsfraktion offenbar manches anders als die Staatsregierung. Fraktionschef Joachim Herrmann hatte kürzlich öffentlich Zweifel am Staatsmonopol geäußert und sich für ein Konzessionsmodell ausgesprochen.
Doch auch die Monopol-Gegner wollen einstweilen mitziehen. „Wir brauchen erst einmal Ruhe im Karton, um ein konzessionsgestütztes Modell entwickeln zu können“, heißt es in der Mainzer Staatskanzlei. Am Freitag werde entschieden, ob der Staatsvertrag auf vier Jahre befristet werden soll. Außerdem gehe es darum, ob das Internet- und das Werbeverbot bei weniger suchtgefährlichen Spielarten – etwa Lotto – gelockert werden kann. Strittig ist auch, ob Spielbanken in den Staatsvertrag mit einbezogen werden sollen.
__________________
- Jack Bauer hat in 96 Stunden 36 Leute umgelegt und 4 mal die Welt gerettet ... und was machst du so mit deiner Zeit ? -

The Life is too short to play Skat ;<()
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Old Oct 17, 2006, 7:34am   #2
Feroc
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Quote:
Dieser sieht vor, auch die Vermittlung von Glücksspielen aller Art ohne behördliche Erlaubnis zu verbieten. Im Internet dürften Glücksspiele künftig weder veranstaltet noch vermittelt werden.

Der Teil ist schonmal nicht gut!

Quote:
Auslöser der Reform war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das im März das staatliche Monopol auf Sportwetten für verfassungswidrig erklärt hatte: Der Staat, so die Verfassungshüter, dürfe nicht private Glücksspiele wegen der Suchtgefahr verbieten und gleichzeitig aggressiv für das eigene Glücksspielangebot Werbung betreiben.
War das echt die offizielle Argumentation? Dann wundert mich, dass das noch nicht viel früher bemängelt wurde.

Quote:
Unter Druck steht das Spielmonopol der Länder auch aus Brüssel: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte schon 2003 das italienischen Sportwettenmonopol gekippt – und zwar ohne Übergangsfrist. Die EU-Kommission hat gegen Deutschland und eine Reihe weiterer Mitgliedsstaaten aus diesem Grund ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet.

Und ist was passiert? Nee...

Quote:
Eine wachsende Minderheit unter den Ländern sympathisiert allerdings mit einem anderen Weg, die Verfassungsprobleme zu beseitigen: Statt eines staatlich monopolisierten, aber bei der Werbung stark eingeschränkten Angebots könnte man auch private Anbieter zulassen – und die staatlichen Einnahmen durch entsprechende Abgaben sichern.
Fände ich auch ok, die Frage ist, wie sie z.B. Party Poker (Casino, Bingo) dazu kriegen denen Geld zu geben. Falls das dann überhaupt eins der Ziele ist. Wahrscheinlich werden sie dann eher so Dinge wie BWin angreifen.

Quote:
Selbst in Bayern, dem bislang am stärksten für das Monopol engagierten Land
Na wen hätte das gewundert, die Bayern wieder. Können wir nicht endlich eine Mauer um das Land ziehen?

Quote:
Am Freitag werde entschieden, ob der Staatsvertrag auf vier Jahre befristet werden soll. Außerdem gehe es darum, ob das Internet- und das Werbeverbot bei weniger suchtgefährlichen Spielarten – etwa Lotto – gelockert werden kann. Strittig ist auch, ob Spielbanken in den Staatsvertrag mit einbezogen werden sollen.
Das ist das "gute", wenn hier mal was entschieden wird, dann dauert es es 27 Jahre bis es durchgesetzt ist.

Hab leider den Originalartikel nicht gefunden, hier aber mal ein ähnlicher auf Heise:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/79460
__________________

Last edited by Feroc; Oct 17, 2006 at 7:37am.
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Old Oct 17, 2006, 7:57am   #3
darkcore
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wurde gestern oder so auf 2+2 gepostet. leider ohne genaue quelle. ich hoffe, dat party & co aus amerika gelernt hat und schnell auf eine verträgliche, gesamteuropäische lösung zielen. zumindest wird es wohl mittelfristig schwer die in europa lizensierten onlinecasino aus dem markt zu halten. und die usa hat nach dem wire-act wohl auch schon ne abmahnung von der wto bekommen, dat es so nicht geht. auch wenn die sich bis jetzt nicht darum scheren...

viel spass und erfolg beim protektionismus, wah?

Quote:
France, Italy Get Warnings on Gambling as EU Pushes Competition
2006-10-12 11:58 (New York)


By John Rega
Oct. 12 (Bloomberg) -- The European Union told France, Italy and Austria to open their gambling industries to foreign companies, as the business expands online and state-backed betting companies resist the newcomers. European regulators today issued a series of decisions aimed at boosting competition in the 25-nation bloc, objecting to a French anti-takeover law, restrictions on midwives in Luxembourg and telecommunications rules in nine countries. ``I don't underestimate the sensitivities that exist in many member states on the question of gambling,'' said Charlie McCreevy, the commissioner in charge of knocking down business barriers within the EU. ``But I also have concerns about the legal uncertainty suffered by EU sport betting operators and related stakeholders.'' France and Italy were blamed for shielding domestic sports bookmakers from online competition, and Austria for restricting advertising of foreign casinos. The gambling cases have gained urgency from a series of arrests in the U.S. and in France, which on Sept. 15 detained two executives of BWIN Interactive Entertainment AG, an Internet bookmaker based in Austria. The BWIN executives, who have been released from custody, are charged with violating local gambling laws. The company has said French authorities were acting on a complaint by the country's gaming monopoly Francaise des Jeux. Private bookmakers are playing for a greater share of
gaming markets valued at $3.1 billion in France, $603 million in Italy and $485 million in Austria, in a PriceWaterhouseCoopers LLP report on 2005 figures.

`Witch Hunts'

``We hope these new proceedings will put an end to the witch hunts against private EU licensed operators,'' said Didier Dewyn, secretary general of the European Betting Association, in a statement on the commission cases. The commission said it won't force countries to legalize gambling, though those that allow it can't preserve the business
for domestic companies. The chief executive officer of Opap SA, one-third owned by the Greek state, said yesterday Greece may not be targeted because online gaming isn't legal there.
Most important are France and Italy, which ``have thriving online gaming markets and bar foreign operators,'' said Clive Hawkswood, director of the Remote Gambling Association,
representing companies including Ladbrokes Plc and PartyGaming Plc. He said the group isn't planning further complaints. In a separate case, Poland got a final warning before a
possible lawsuit for taxing foreign lottery winnings at a higher rate than domestic jackpots.
The notice to Italy is a repeat, as it was one of seven countries getting warnings April 4. The country is in the midst of opening up gaming to foreign operators by licensing more sports betting and horse racing shops and so-called ``remote gaming'' by Internet and telephone.

Initial Threat

Today's actions represent an initial threat, which would be followed by a more detailed opinion before the commission could file suit at the EU's highest court. The other countries put on notice April 4 were Germany, the Netherlands, Hungary, Sweden, Denmark and Finland. ``There's been a massive attack coming from the remote gaming operators,'' said Tjeerd Veenstra, the legal director for European Lotteries, an association of state gaming monopolies. ``The pressure they put on the European Commission will increase even more after the online ban in the U.S. limited their markets and the whole battle moves to Europe.''
Gambling features again in the commission's final warning to France about takeover restrictions. The French government enacted a law in December requiring government approval for a foreign company to make acquisitions in 11 designated industries. The law covers computer network security, encryption, vaccines and casinos.

French Law

The French government termed it a national security decree, not subject to EU rules. Casinos are covered to ensure they aren't abused by for money-laundering and terrorism finance. The commission objected that the authorization requirements hinder investments by EU companies, especially if they have shareholders from outside the bloc. The French government has two months to respond or face a suit at the European Court of Justice in Luxembourg. France also faces an investigation of subsidies for the state-owned mail service La Poste, the commission said today. The challenge comes ahead of a proposal next week to open up mail delivery to more competition. The agency also sued Italy and Finland for crimping competition in certain motor vehicle insurance. Germany got a warning for not letting insurance policyholders exercise their right to withdraw from contracts. Poland, Hungary and the Czech Republic also were ordered to implement an EU-wide law on pension supervision.

Telecommunications

The commission, which has challenged all 25 EU countries at different times on incorrect implementation of telecommunications legislation, pressed several more cases, including a threat to Slovakia for failing to let customers keep their numbers when switching phone companies. Enforcing mutual recognition of professional qualifications, the commission sued France for not granting the title ``doctor'' to dental surgeons from other EU countries.
Luxembourg was warned to change a law that bars midwives from conducting certain examinations. Declaring victory in another challenge to protectionism, the commission dropped a case against Italy for defending power companies including Edison SpA and Enel SpA. The agency said Italy changed a law that had capped the voting power of foreign utilities such as Electricite de France SA.

--With reporting by Joyce Gatsoulis in Athens and Meera Louis in
Brussels. Editor: Costelloe
__________________
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Originally Posted by 2muchMONEY View Post
what would darkcore do?
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Old Oct 17, 2006, 10:26am   #4
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Originally Posted by Feroc View Post
War das echt die offizielle Argumentation? Dann wundert mich, dass das noch nicht viel früher bemängelt wurde.
Ja das ist die offizielle Argumentation, ist eigentlich auch die einzig sinvoll mögliche, sofern man nicht vollkommen abstreiten will dass es Suchtprävention eine gewisse Notwendigkeit besitzt.

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Originally Posted by Feroc View Post
Hab leider den Originalartikel nicht gefunden, hier aber mal ein ähnlicher auf Heise:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/79460
Habe den Artikel auch mit der Suche nicht gefunden, offenbar stammt er gar nicht aus dem Newsticker? Vllt. ist es ne Pressemitteilung oder sowas.
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Old Oct 18, 2006, 9:55am   #5
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Und hier ein Update zum Thema vom Spiegel Online:
"Neues Lotto-Gesetz soll Monopol bis 2010 sichern"

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,443124,00.html

Finde ich insgesamt gesehen recht zufriedenstellend das Ergebnis.
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Old Oct 19, 2006, 7:40am   #6
fenhir
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Originally Posted by Feroc View Post
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Dieser sieht vor, auch die Vermittlung von Glücksspielen aller Art ohne behördliche Erlaubnis zu verbieten. Im Internet dürften Glücksspiele künftig weder veranstaltet noch vermittelt werden.
Der Teil ist schonmal nicht gut!
Allerdings. Gut -- Glücksspiel hin oder her. Wir wissen ja, dass Poker auf Dauer kein Glücksspiel ist, da jeder mit hunderttausenden von Händen gleich viel Glück hat und es im Prinzip +EV ist (zumindest für ca. 10% der Spieler).

Es wird Zeit, hierzulande eine Pokerspieler-Interessenvertretung zu gründen. Was die Jungs da oben mit Lotto, Roulette und sonstwas veranstalten, interessiert uns ja nicht. -- Aber in Mitleidenschaft werden auch wir dadurch gezogen. Irgendjemand muss denen mal sagen, dass es mit Poker eine andere Sache ist, als mit -EV-Roulette.

Und Sucht hin oder her... Das ist meiner Meinung nach beim Pokern ja auch jedem sein eigenes Problem. Der Staat hat sich einfach nicht in alles einzumischen -- vor allem dann nicht, wenn er selbst das Glücksspielmonopol hält und dafür Werbung macht. Entweder alles aus und weg, oder freigeben.

Hilfe bei Suchtproblemen sollte allerdings angeboten werden. Auch wären zur Suchtprävention technische Hilfsmittel ganz nützlich. So kann man es zur Pflicht machen, Prüfungen bei Online-Pokerräumen einzubauen, die feststellen, ob jemand gerade Haus und Hof verspielt.

Quote:
Originally Posted by Feroc View Post
Fände ich auch ok, die Frage ist, wie sie z.B. Party Poker (Casino, Bingo) dazu kriegen denen Geld zu geben.
Die werden sich stark überlegen, ob sie legal anbieten und schlimmstenfalls 50% weniger durch Abgaben verdienen, oder ob sie illegalisiert werden und eventuell so gut wie nichts mehr verdienen, so wie es sich bei den Spielern aus den USA abzeichnet. Das muss man Partypoker & Co. nur einfach mal beibringen, dass die sich entschieden gegen eine Illegalisierung hierzulande stellen müssen und nicht warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist, wie in den USA. Die sollten hierzulande das Problem mit dem scheinheiligen Staatsmonopol mal in ihre Fernsehwerbung mit einfliessen lassen -- solange sie zumindest noch werben dürfen.

Persönlich wäre ich sogar für eine hohe Abgabe der Onlinecasinos -- die dann aber mindestens zu 50% in Suchtaufklärung gesteckt wird.

Quote:
Originally Posted by MostPreciousBlood View Post
Und hier ein Update zum Thema vom Spiegel Online:
"Neues Lotto-Gesetz soll Monopol bis 2010 sichern"

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,443124,00.html

Finde ich insgesamt gesehen recht zufriedenstellend das Ergebnis.
Naja. Also nochmal vier Jahre warten, bis wir vielleicht endlich legal pokern können? Nö! Da muss jetzt langsam mal eine Entscheidung her -- Entweder alles verbieten (aber auch dem Staat) oder alles freigeben -- Eventuell mit Abgaben.
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Last edited by fenhir; Oct 19, 2006 at 8:00am.
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Old Oct 19, 2006, 7:52am   #7
Theoderich der Große
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Na ja ob es legal oder in der Grauzone bleibt ist mir eigentlich egal. Entscheidend ist nur, ob aufgrund der rechtlichen Entwicklungen (s. USA) weltweit noch genug schlechte Spieler unterwegs sind.

Sehe das mit der Sucht im Fall von Poker genauso, fenhir; für viele Lebensbereiche fordern Politiker mehr Eigenverantwortung, nur vor dem Glücksspiel müssen wir geschützt werden. Man sollte wenn schon konsequent sein. Aber letztlich ist es halt nur eine Frage des Geldes, Sucht interessiert doch keinen Politiker wirklich, abgesehen von einigen Idealisten vielleicht, aber letztlich ist auch der größte Moralist käuflich, leider.
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sashstar said:
Omaha wurde von Hitler selbst erfunden

beschissene dreckspisse

corny: und wenn du 8.6k hands hast solltest du nicht seine verhurtenscheissstats posten sondern seine UTGstats du presslufthammer
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Old Oct 19, 2006, 8:14am   #8
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Originally Posted by Theoderich der Große View Post
Na ja ob es legal oder in der Grauzone bleibt ist mir eigentlich egal. Entscheidend ist nur, ob aufgrund der rechtlichen Entwicklungen (s. USA) weltweit noch genug schlechte Spieler unterwegs sind.
Naja -- Spätestens wenn Online-Pokern auch hierzulande offiziell illegalisiert wird und Du keine Geldüberweisungen mehr zu Neteller und Onlinepokerräumen machen kannst... wird es auch Dich interessieren -- bzw. ist es Dir nicht mehr egal. Aber dann ist es auch für Dich zu spät.

Selbst Schleichwege wie Schecks könnten vom Staat durch die Banken und Post unterbunden werden. Und die Neteller-Karte wird dann auch von keinem Automaten mehr angenommen. Und dann?

Auch Du musst Dich dann warm anziehen oder sehr clever sein, um an Dein Geld zu kommen.

Ob es dann noch genug schlechte Spieler gibt ist ziemlich subjektiv. Es gibt immer die 10%, die besser sind. Musst halt schauen, dass Du da dabei bist.
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Old Oct 19, 2006, 8:45am   #9
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Originally Posted by fenhir View Post
Irgendjemand muss denen mal sagen, dass es mit Poker eine andere Sache ist, als mit -EV-Roulette.
Ich denke schon, dass dies gewissen Führungspositionen durchaus klar ist.
Aber schließlich wird Poker in der Regel nicht gegen die Bank gespielt und ist somit (durch rake) immer +EV fürs Haus. Und das zählt...
Quote:
Der Staat hat sich einfach nicht in alles einzumischen -- vor allem dann nicht, wenn er selbst das Glücksspielmonopol hält und dafür Werbung macht. Entweder alles aus und weg, oder freigeben.
Wäre eine logische Konsequenz, aber leider geht es wie immer nur ums Geld...
Quote:
Hilfe bei Suchtproblemen sollte allerdings angeboten werden. Auch wären zur Suchtprävention technische Hilfsmittel ganz nützlich.
Ansätze sind ja gesetzlich verankert, nur hält sich niemand dran. Wenn die sich dran halten würden, wären die Casinos erheblich schlechter besucht. Nicht umsonst gibt es in wenigen Spielbanken eine Rezeption zum Automatenspiel. Somit können die "gesperrten" Zocker weiter ihr Geld verlieren...und alle sind zufrieden. Kommt es zu einem gewissen Gewinn, wird der Spieler überprüft und bekommt kein Geld! Wobei es schon einige Fälle gab, wo der Spieler im nachhinhein gerichtlich gewonnen hat und die Bank trotzdem zahlen musste, weil sie dem "Gesperrten" schließlich den Zugang zum Glücksspiel ermöglicht haben. Trotzdem wird dieses ganze hin- und her bewusst von den Spielbanken eingesetzt...
Quote:
So kann man es zur Pflicht machen, Prüfungen bei Online-Pokerräumen einzubauen, die feststellen, ob jemand gerade Haus und Hof verspielt.
Dann würden ja wieder 50% wegfallen.
Quote:
Persönlich wäre ich sogar für eine hohe Abgabe der Onlinecasinos -- die dann aber mindestens zu 50% in Suchtaufklärung gesteckt wird.
Eigentlich ne gute Idee, aber ich denke, dass sie nicht besonders sinnvoll umgesetzt werden würde...
Spielbanken zahlen in Deutschland auch 80% Steuern (die laut Gesetz für soziale Zwecke verwendet werden müssen).
Im übrigen gehört einem Besitzer von mehreren Spielbanken im Süden auch eine Klinik, wo Spielsucht therapiert wird. Cleveres Kerlchen... er wird wohl nie eine Flaute an Kundschaft haben, da er sich die Patienten selbst zuschustert...
Soviel zur Moral, die immer nur scheinheilig vorgeschoben wird...
Aber so ist es immer schon gewesen, siehe Kampagnen wie "Keine Macht den Drogen", wo im Gegenzug mehrere Drogenberatungsstellen geschlossen werden. Oder mal wieder die Amis mit ihrem "Krieg gegen die Drogenbarone", die sich doch eigentlich selbst anklagen müssten, da das Land schließlich mit Drogengeldern aufgebaut wurde...

Naja, wie Theodorich schon sagt:
Quote:
Aber letztlich ist es halt nur eine Frage des Geldes, Sucht interessiert doch keinen Politiker wirklich
Im Grunde wird doch jetzt nur so ne Hetzkampagne betrieben, weil mehrere Leute durch diesen Boom sauviel Kohle verdienen. Und jeder hätte gern einen Teil vom Kuchen ab.
Bin mal gespannt, wo das noch alles enden wird...

PS: das meiste (im Text oben) ist auf reale Casinos bezogen.
__________________
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Last edited by assassini; Oct 19, 2006 at 8:52am.
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Old Oct 19, 2006, 9:47am   #10
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Originally Posted by fenhir View Post
Naja. Also nochmal vier Jahre warten, bis wir vielleicht endlich legal pokern können? Nö! Da muss jetzt langsam mal eine Entscheidung her -- Entweder alles verbieten (aber auch dem Staat) oder alles freigeben -- Eventuell mit Abgaben.
Naja, ich würde mir persönlich auch wünschen, das man bei dem Ganzen etwas schneller zu Potte kommt, aber ich würde mir auch wünschen dass ich mindestens 90 Tage bezahlten Urlaub habe und mindestens 1 Mio im Jahr verdiene, ist eben nur fraglich wie realistisch das alles ist. Und eine "sofortige" Aufgabe des milliardenschweren Glückspielmonopols mit "evenuteller" Erhebung von Abgaben für die Anbieter ist IMHO noch viel unwahrschienlicher als dass ich ab morgen ne Mio. im Jahr verdiene. Politiker man man ja für doof halten, aber so bescheuert einfach ersatzlos das Glücckspielmonopol zu streichen sind sie (gottseindak) auch nicht. Bezüglich zu erhebender Abgaben für mögliche private Anbieter ist auch noch nicht abzusehen, wie man ein OC in Aruba denn dazu zwingen will in D Abgaben zu zahlen.
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